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28 Begriffe

Glossar

Die wichtigsten Begriffe aus Energieberatung, Bauphysik und Förderrecht – kurz und ohne Fachchinesisch erklärt.


Anlagenaufwandszahl
Kennzahl aus der Energiebilanz, die beschreibt, wie viel Primärenergie die Anlagentechnik benötigt, um die Nutzwärme bereitzustellen. Je kleiner, desto effizienter.
BAFA
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die Behörde, die Zuschüsse für Einzelmaßnahmen und für die Energieberatung bewilligt und auszahlt.
Bedarfsausweis
Energieausweis, dessen Kennwert aus den Bauteilen und der Anlagentechnik berechnet wird – unabhängig vom Nutzerverhalten und daher gut vergleichbar.
BEG
Bundesförderung für effiziente Gebäude. Sammelbegriff für die Förderprogramme des Bundes zur energetischen Sanierung, unterteilt unter anderem in Einzelmaßnahmen (BEG EM) und Effizienzhaus-Sanierung.
Blower-Door-Test
Messverfahren nach DIN EN ISO 9972, das mit einem Gebläse Über- und Unterdruck im Gebäude erzeugt, um die Luftdichtheit der Gebäudehülle zu bestimmen.
Effizienzhaus
Förderstandard für sanierte oder neu gebaute Gebäude. Die Zahl gibt an, wie viel Primärenergie das Gebäude im Verhältnis zu einem Referenzgebäude benötigt – Effizienzhaus 70 also 70 %.
Endenergie
Die Energiemenge, die Sie tatsächlich einkaufen – Gas, Öl, Pellets, Strom oder Fernwärme, gemessen am Zähler beziehungsweise an der Rechnung.
Energieausweis
Dokument mit dem energetischen Kennwert eines Gebäudes und seiner Effizienzklasse. Bei Verkauf, Vermietung und Verpachtung vorzulegen, zehn Jahre gültig.
Fachunternehmererklärung
Bestätigung des ausführenden Betriebs, dass die Maßnahme die technischen Mindestanforderungen des Förderprogramms erfüllt. Ohne sie wird kein Zuschuss ausgezahlt.
GEG
Gebäudeenergiegesetz. Regelte bis zur Ablösung durch das Gebäudemodernisierungsgesetz die energetischen Anforderungen an Gebäude, Heizungen und Energieausweise.
GModG
Gebäudemodernisierungsgesetz. Nachfolgeregelung des GEG; unter anderem entfällt die 65-Prozent-Pflicht für neue Heizungen, stattdessen ist für fossile Heizungen ein steigender Anteil klimaneutraler Brennstoffe vorgesehen.
Heizlast
Die Wärmeleistung in Kilowatt, die ein Gebäude bei Auslegungstemperatur benötigt. Berechnungsgrundlage nach DIN EN 12831 für die Dimensionierung der Heizung.
Hydraulischer Abgleich
Einstellung der Heizungsanlage, damit jeder Heizkörper genau die benötigte Wassermenge erhält. Voraussetzung für effizienten Betrieb, insbesondere bei Wärmepumpen.
iSFP
Individueller Sanierungsfahrplan. Geförderte Beratungsleistung, die Sanierungsmaßnahmen in sinnvoller Reihenfolge darstellt und den iSFP-Bonus in der Förderung freischaltet.
Jahresarbeitszahl (JAZ)
Verhältnis der von einer Wärmepumpe im Jahr abgegebenen Wärme zur dafür eingesetzten Strommenge. Eine JAZ von 4 bedeutet: aus einer Kilowattstunde Strom werden vier Kilowattstunden Wärme.
KfW 458
Programmnummer des Zuschusses für den Heizungstausch in Wohngebäuden bei der KfW.
Klimageschwindigkeitsbonus
Bonus der Heizungsförderung für selbstnutzende Eigentümer, die eine alte funktionstüchtige Heizung frühzeitig ersetzen. Der Satz sinkt zu festen Stichtagen.
Kommunale Wärmeplanung
Planung der Gemeinden, welche Gebiete künftig über Wärmenetze, dezentrale Lösungen oder Wasserstoff versorgt werden sollen. Wichtige Entscheidungsgrundlage vor einem Heizungstausch.
Lüftungskonzept
Nachweis nach DIN 1946-6, ob nach einer Sanierung die Lüftung zum Feuchteschutz sichergestellt ist – besonders relevant nach dem Fenstertausch.
Primärenergie
Energiemenge, die zusätzlich zur Endenergie die Vorketten berücksichtigt – Förderung, Umwandlung und Transport des Energieträgers.
Sommerlicher Wärmeschutz
Maßnahmen gegen Überhitzung im Sommer, etwa außenliegende Verschattung. Ist im Rahmen der Einzelmaßnahmenförderung förderfähig.
Steuerbonus § 35c EStG
Alternative zur Zuschussförderung: 20 % der Aufwendungen für energetische Maßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum, verteilt über drei Jahre.
Thermografie
Aufnahme der Oberflächentemperaturen mit einer Wärmebildkamera. Zeigt Wärmebrücken, Dämmlücken und Feuchte – nur in der Heizperiode aussagekräftig.
Transmissionswärmeverlust
Wärme, die durch Bauteile wie Wände, Dach und Fenster nach außen abfließt. Zentrale Größe der Energiebilanz.
U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient in W/(m²·K). Gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht – je kleiner, desto besser gedämmt.
Verbrauchsausweis
Energieausweis auf Basis der Verbrauchsabrechnungen der letzten drei Jahre. Günstiger als der Bedarfsausweis, aber abhängig vom Nutzerverhalten.
Verwendungsnachweis
Nachweis gegenüber der Förderstelle nach Abschluss der Maßnahme, mit Rechnungen und Bestätigungen. Voraussetzung für die Auszahlung des Zuschusses.
Wärmebrücke
Bereich eines Bauteils, durch den deutlich mehr Wärme abfließt als durch die Umgebung – etwa Balkonplatten, Rollladenkästen oder Deckenauflager. Häufige Ursache für Schimmel.

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